US-Soldaten im Jemen als Love Scam
Autor: Redaktion der Detektei, basierend auf Erfahrungen aus mehreren tausend weltweiten Romance-Scam-Fällen – Stand Dezember 2025
US-Soldaten im Jemen? In fast allen Fällen ein erfundenes Szenario.
Derzeit sind keine regulären US-Soldaten im Jemen als Bodentruppen stationiert, die privat über soziale Medien Kontakt zu Einzelpersonen aufnehmen würden. Diese angebliche Stationierung wird deshalb häufig von Betrügern genutzt, um Vertrauen aufzubauen und später Geld zu fordern.
Wenn jemand behauptet, ein US-Soldat im Jemen zu sein und finanzielle Hilfe zu benötigen, spricht nahezu alles für einen Romance Scam.
Sind Amerikaner im Jemen stationiert?
Aktuell sind keine regulären amerikanischen Bodentruppen im Jemen stationiert. Die USA waren in der Vergangenheit zwar an einzelnen Operationen in der Region beteiligt, meist in Form von Luftschlägen, Aufklärung oder logistischer Unterstützung. Diese Einsätze fanden jedoch nicht in Form klassischer Truppenkontingente statt, die vor Ort leben, patrouillieren oder privat über soziale Medien kommunizieren würden.
Gerade weil viele Menschen die komplexe Lage im Jemen nicht genau kennen, nutzen Love Scammer den Vorwand „US-Soldaten im Jemen“, um eine dramatische, aber für Laien plausibel klingende Geschichte aufzubauen. Das macht die Betrugsmasche Jemen besonders wirkungsvoll und führt dazu, dass Betroffene erst spät erkennen, dass es sich um eine Falle handelt.
Romance Scamming mit US-Soldaten im Jemen – so läuft die Masche
Die Betrüger suchen sich ihre Opfer gezielt aus. Sie bevorzugen Frauen mittleren und fortgeschrittenen Alters. Ab und zu sind auch Männer das Opfer der Love Scammer, wenn sich die Täter als weibliche Angehörige der US Streitkräfte ausgeben. Die Mehrzahl der Betroffenen ist jedoch weiblich.

Love Scammer geben sich als US-Soldaten im Jemen aus
Angeblich sind die US Soldaten zur Unterstützung von Saudi Arabien im Einsatz
Das Schema der Täter ist immer dasselbe. Sie behaupten, sie wären amerikanische Militärangehörige und im Jemen in geheimer Mission im Einsatz. Im Jemen herrscht bekanntlich Bürgerkrieg und die US Soldaten wären zur Unterstützung der Regierung oder der Interessen von Saudi Arabien in den Jemen abkommandiert.
Die Betrüger gehen psychologisch sehr geschickt vor. Sie stehen in ständigem Kontakt zum Opfer und erzählen eine rührselige Geschichte nach der anderen.
Oftmals handelt diese Geschichte vom harten Alltag im Krieg, vom Leben in der US Army und wie schlimm das Leben im Jemen sei. Dadurch soll das Opfer emotionale Bindungen zum Love Scammer entwickeln und dem Betrüger vertrauen.
Unterstützung erfährt die Geschichte für gewöhnlich durch das Foto des US Soldaten in Uniform. Die Fotos sind echt, ebenso die US Soldaten, die darauf zu sehen sind.
Allerdings sind die abgebildeten Soldaten entweder längst nicht mehr im Dienste der US Army oder sie sind irgendwo anders stationiert, wenn nicht sogar verstorben. Die Täter nutzen die Bilder widerrechtlich ohne Wissen der Personen, die darauf abgebildet sind.
Manchmal stammen die Fotos auch aus der Werbung, dem Press TV oder wurden irgendwo kopiert, um die Frauen zu täuschen.
Wie geht es bei der Betrugsmasche Jemen mit dem Love Scamming weiter?
Der Täter stellt eine enge Beziehung zum Opfer her, soweit das über das World Wide Web und per E-Mail möglich ist. Die angeblichen US Soldaten melden sich mitunter mehrmals täglich aus dem Jemen und berichten vom Krieg und den Gefahren des Landes.
Dadurch entwickeln die Frauen langsam aber sicher Gefühle. Genau das beabsichtigen die Betrüger. Angeblich wollen sie das Opfer persönlich treffen und dazu schon bald nach Deutschland kommen.
Fällt die Antwort auf diese E-Mail positiv aus, unternimmt der Betrüger den nächsten Schritt. Der „Soldat“ erfindet viele Vorwände, um die Frauen oder Männer dazu zu bringen, ihm Geld zu senden.
Wie bei jedem Betrug geht es dem Täter beim Love Scamming nur ums Geld. Ein persönlicher Kontakt ist niemals geplant.
Wie bringt der angebliche US Soldat sein Opfer dazu, Geld zu schicken?
Die Frau hat inzwischen starke Gefühle zu ihrem US Soldaten im Jemen entwickelt und glaubt seine Geschichten bedingungslos. Alle Vorsicht ist vergessen und die Katastrophe nimmt ihren Lauf.
Der US Soldat schreibt, dass ihm eine Beziehung über das Internet nicht genügt. Er wolle die Frau persönlich kennen lernen.
Dazu brauche er Urlaub vom Krieg und seinem Einsatz im Jemen. Er wolle zu seiner Liebe nach Deutschland kommen.
Das Anliegen untermauert er durch Fotos und Dokumente, die der Betrüger per E-Mail an die Frau schickt. Unter einem Vorwand bittet der vorgebliche Militärangehörige seinen Kontakt in Deutschland um Geld.
Erfolgreich sind Begründungen dieser Arten:
- Er möchte ihr eine Box schicken mit seinen Dokumenten, seiner Uniform und Geld oder Gold. Dummerweise landet diese Box irgendwann beim Zoll und die Frau soll Zollgebühren und Strafgelder zahlen.
- Er benötigt Geld für ein Flugticket, um zu Ihr zu kommen. Da der Mann fern der Heimat in einem fremden Land sei, könne er momentan von seinem Konto kein Geld abheben. Das sei aus dem Ausland nicht möglich.
- Er bekommt vor Ort nicht genug zu essen und bittet um Geld für Lebensmittel.
- Damit er Urlaub bekommen kann, muss ein Ersatz-Soldat seinen Posten einnehmen. Dieser kostet aber Gebühren.
Aus diesen und ähnlichen Gründen heraus bittet er seine Liebe aus dem Internet, ihm das Geld zu schicken. Leider passiert es immer wieder, dass Menschen auf diesen Betrug hereinfallen, alle Vorsicht vergessen und einer unbekannten Person, zu der nur ein E-Mail Kontakt besteht, Geld senden.

Romance Scamming US Soldat – die Täter arbeiten mit gestohlenen Fotos
Letztlich kommt der Betrüger nicht nach Deutschland. Das war niemals seine Absicht. Er freut sich vielmehr über das leicht verdiente Geld.
Welcher Schritt folgt als nächstes?
Hat der Betrüger erst einmal ein Opfer gefunden, setzt er den Betrug so lange wie möglich fort, um so viel Geld wie möglich aus seinem Opfer herauszuholen. Er erfindet lange Geschichten darüber, wie hart der Einsatz im Jemen sei und das er das Land gern verlassen und nach Deutschland kommen möchte.
Das Anliegen sei jedoch nicht einfach und er benötige die Einwilligung der US Armee. Was auch immer der angebliche US Soldat behauptet, am Ende geht es immer um Geld.
Von sich aus hört der Täter mit seinem Betrug nicht auf, solange immer wieder Geld fließt. Die als US Soldaten agierenden Betrüger durchforsten ständig soziale Netzwerke, um ihren Betrug auf Facebook oder Instagram und Partnerbörsen auf den Weg zu bringen.
Die Betrugsgeschichte funktioniert auch mit anderen Ländern
Nicht immer behaupten die Scammer, sie seien im Jemen. Die gleiche Geschichte funktioniert auch mit anderen Ländern, in denen es Krisen oder Krieg gibt.
Früher behaupteten die Betrüger fast immer, Sie seien in Afghanistan stationiert und würden die Taliban oder Al Qaida bekämpfen. Nachdem der US Präsident aus dem Weißen Haus in Washington den Abzugsbefehl für Afghanistan gegeben hatte und der Abzug der Soldaten abgeschlossen war, mussten neue Geschichten her.
Noch heute behaupten manche Scammer, sie seien als Soldaten in Afghanistan und würden dort in einer Geheimoperation aktiv sein.
Beliebteste Länder bei Betrugsmasche als US Soldaten
Manche Romance Scammer behaupten, sie seien
- Soldaten im Sudan
- Soldaten in der Ukraine
- Soldaten im Irak
- Soldaten im Iran
- Soldaten in Nigeria
- Soldaten in Syrien
- und viele andere Länder mehr
Im Ranking der Betrüger ist der Jemen aber ganz weit vorne. Sie erzählen, die Truppen seien über den internationalen Flughafen von Aden eingeflogen und dann in der Provinz Lahij im Luftwaffenstützpunkt al-Anad stationiert. Von dort aus gibt es Kampfeinsätze oder Peace-Keeping-Missionen an der die Gruppe teilnehmen muss, in der er aktiv ist. Im Auftrag der Vereinten Nationen bekämpfe man Huthi Rebellen und Ableger von ISIS.
Was deutet auf einen Liebesbetrug hin?
Dafür gibt es viele Anhaltspunkte, zum Beispiel:
- Es gibt keine amerikanische Soldaten im Kampfeinsatz im Jemen, die mit europäischen Frauen chatten.
- US Soldaten bitten keinen Kontakt aus dem Netz um Geld.
- Echte Soldaten würden niemals darum bitten, die Codes von Amazon-Geschenkkarten oder Steam-Cards geschickt zu bekommen.
- Das Englisch der angeblichen US Soldaten ist fehlerhaft.
- Die Geschichten der Soldaten klingen nicht plausibel.
- Das Profil hat kaum Aktivitäten und verschwindet schnell nach dem Erstkontakt.
- Das Geld soll mit Western Union oder MoneyGram geschickt oder auf ein Bankkonto in einem anderen Land überwiesen werden.
- Die Soldaten bitten um Zahlungen per Bitcoins.
Trotz aller Warnungen sogar von US-Botschaften gibt es immer wieder neue Fälle, bei denen eine angebliche US-Soldatin oder ein US-Soldat im Jemen im Zentrum eines Love Scams steht. So zum Beispiel ein Fall im Wetteraukreis, bei dem ein Mann rund 80.000 € verlor, weil er einer „US-Soldatin im Jemen“ helfen wollte, wie Zeitungen berichteten.

Fragt Ihre Online-Romanze nach Geld, Bitcoins oder Geschenkkarten, sollten Ihre Alarmglocken läuten.
Was können Sie zu Ihrem Schutz machen?
Wenn Sie vermuten, dass sie betrogen werden, nehmen Sie Kontakt zu einem unserer Detektive auf.
Wir bieten Ihnen eine Beratung an und können oft schon anhand der Inhalte im Chat und anderen Daten die Lage beurteilen.
Sammeln Sie so viele Daten und Details aus dem Chat wie möglich. Besonders wichtig sind Fotos, weil sie gute Dienste bei der Entlarvung der Fakes leisten. Zeigen die Fotos beispielsweise Gegenden aus Afghanistan, er behauptet aber, im Jemen zu sein, dann passt da was nicht.
Der Detektiv kann mit Ihrer Einwilligung eine Recherche durchführen. Damit kann er feststellen, ob der Soldat echt ist oder nicht.
Apropos E Mail Adresse: Ein erfahrener Detektiv analysiert die E-Mail Adresse, um daraus Schlüsse zu ziehen.
Wie gefährlich ist die Betrugsmasche?
Die Masche rund um die angeblich im Jemen stationierten US Soldaten hat schon viele Geschädigte gefordert. Die genaue Zahl der Geschädigten und das Ausmaß des Schadens sind unbekannt.
Viele Geschädigten schämen sich, zuzugeben, dass sie auf die Story über den Einsatz von US Soldaten im Jemen hereingefallen sind. Sie scheuen den Schritt, zur Polizei zu gehen. und die Kriminellen anzuzeigen.
Der materielle Schaden kann in Einzelfällen Hunderttausende Euros betragen. Manche Geschädigte ruinieren sich durch den Scam.
Noch größer ist der psychologische Schaden. Männer und Frauen schämen sich, die Story der angeblichen US Soldaten geglaubt zu haben. Ihr Vertrauen wurde missbraucht und ihr Verhältnis zu anderen Menschen gestört, ganz abgesehen von dem gebrochenen Herz.
Einige kommen über die Story mit den US Soldaten nicht hinweg und werden depressiv. Einige sollen sogar Selbstmord begangen haben.
Dazu kommt, dass die Betrüger die Daten aus dem Chat oft an „Kollegen“ weitergeben. Dann melden sich vielleicht noch andere „US Soldaten“, die Betrüger sind, und das Spiel beginnt von vorn.
Lassen Sie sich jetzt beraten, um die Wahrheit herauszufinden
Wenn Sie mit einem US-Soldaten per Internet in Kontakt stehen, den Sie nie persönlich gesehen haben und mit dem Sie keine langen Video-Chats machen, gilt ein gesundes Maß an Vorsicht.
Durch den Einsatz unserer Detektive erfahren Sie sehr schnell, ob Ihr Chat-Partner echt ist oder nicht. Nutzen Sie jetzt die unverbindliche Sofortberatung, die unsere Detektei Ihnen bietet.
Erhalten Sie Gewissheit: Kontaktieren Sie uns jetzt
Wenn Sie per Formular auf der Webseite oder per E-Mail Kontakt mit uns aufnehmen, werden Ihre angegebenen Daten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen bei uns in Deutschland gespeichert. Diese Daten geben wir nicht ohne Ihre vorherige Einwilligung an dritte Personen oder Firmen weiter. Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.
Mit dem Absenden der Nachricht bestätige ich die Datenschutzhinweise. Ich stimme der elektronischen Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten zum Zwecke der Kontaktaufnahme zu.
Häufig gestellte Fragen zur Betrugsmasche Jemen (FAQ)
Gibt es wirklich US-Soldaten im Jemen?
Derzeit sind keine regulären US-Bodentruppen im Jemen stationiert. Die USA waren in der Vergangenheit in begrenztem Umfang an Operationen in der Region beteiligt, jedoch nicht in einer Form, die private Kontakte über soziale Medien ermöglichen würde.
Warum geben sich Betrüger als US-Soldaten im Jemen aus?
Die angebliche Stationierung im Jemen klingt für viele Menschen glaubwürdig, weil die Sicherheitslage komplex ist. Scammer nutzen diese Ungewissheit, um dramatische Geschichten aufzubauen und später Geldforderungen zu stellen.
Wie erkenne ich Fake-Fotos angeblicher US-Soldaten?
Typisch sind perfekte Uniformfotos, wechselnde Namensschilder und Bilder, die bei einer Bildersuche auf vielen verschiedenen Seiten auftauchen. Mit einer Reverse Image Search lassen sich solche Fake-Fotos oft schnell entlarven.
Schreiben echte US-Soldaten fremde Personen über Social Media an?
Nein. US-Soldaten im Kampfeinsatz nehmen aus Sicherheitsgründen keine privaten Kontakte zu fremden Personen auf, erst recht nicht aus einem Einsatzgebiet. Kontaktaufnahmen über Social Media sind ein klares Warnsignal.
Woran erkenne ich, dass es sich um Romance Scamming handeln könnte?
Wenn die Person schnell Vertrauen aufbauen will, persönliche Probleme schildert oder Geld für Flüge, Genehmigungen oder medizinische Kosten verlangt, spricht fast alles für Romance Scamming. Besonders auffällig: angebliche Notlagen im Jemen.
Was soll ich tun, wenn ich bereits Geld an einen Betrüger überwiesen habe?
Brechen Sie den Kontakt sofort ab, sichern Sie alle Nachrichten und informieren Sie die Polizei oder Ihre Bank. Möglicherweise kann die Bank unter Umständen noch Transaktionen stoppen oder prüfen.
Kann ich herausfinden, ob der Kontakt zu einem Soldaten im Jemen echt ist?
Ja, durch eine professionelle Identitätsprüfung lässt sich zuverlässig feststellen, ob hinter dem Profil eine reale Person steht oder ein Romance Scammer. Eine neutrale Überprüfung schützt vor weiteren Verlusten.
Keyfacts aus diesem Artikel
US-Soldaten sind derzeit nicht regulär im Jemen stationiert, weshalb Online-Profile angeblicher Soldaten aus diesem Einsatzgebiet in fast allen Fällen Teil eines Romance Scams sind. Betrüger nutzen die Unkenntnis über die militärische Situation aus.
Sie bauen emotionale Verbindungen auf, um das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. Im Verlauf der Masche folgt fast immer eine finanzielle Forderung, etwa für Flüge, Genehmigungen oder vermeintliche Notlagen. Wer mit einer Person schreibt, die sich als US-Soldat im Jemen ausgibt, läuft Gefahr, einem Betrüger aufzusitzen.
Ebenfalls oft gelesen: